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[31.05.2003]
Europacup in der Handicapklasse LC1, 60 km Straßenrennen

Im letzten Jahr fuhr ich die ersten Handicaprennen in meiner
Klasse LC1 und musste gleich wie erwartet feststellen, wie
professionell in diesem Bereich gefahren wird.
Mein Freund Thorsten begleitete mich als Coach auf mein erstes
Handicaprennen (gemeinsam-csc.de) an die Olympia-Regatta-
strecke in Oberschleißheim bei München. Dort angekommen,
konnte ich gleich meine Gegner beäugen und musste feststellen,
das hier nicht nur Materialschlachten geschlagen werden,
sondern Spitzenfahrer an den Start gehen.

Samstags um 11:00 Uhr war der Start für das 60 km Straßen-
rennen rund um die 5 km lange Ruderregattastrecke. Der eckige
Rundkurs war für die LC1 Fahrer mit einem Arm nicht ideal zu
steuern. Die ersten paar Runden nach dem Start fuhr ich immer
so im hinteren Drittel, so dass ich immer eine gute Übersicht
hatte und eher defensiv fuhr. Doch als die ersten Attacken
gefahren wurden, musste ich gleich sehen, dass das die falsche
Taktik war und ich konnte nur mit Mühe den Anschluss halten.
Vor allem wurde die Ausreißversuche von einem LC2 Fahrer mit
einer Unterschenkel Prothese (besser gesagt Aluminiumrohr am
Pedal) gefahren. Ich musste mich fragen wie das geht, schaute
nur immer auf das Alurohr an seinem Bein und bemerkte erst
später, das wir die 50 km/h überschritten.
Endlich hatten wir den Ausreißer wieder eingefangen und das
Feld formierte sich neu, bis ich zwei Runden vor Rennende an
der Spitze lag und nicht wusste wie mir geschah. Doch bemerkte
ich gleich was war, das Feld wollte den „Lutscher“ vorne
verhungern lassen. Eine gute Runde im Wind raubten mir die
letzten Kräfte, so dass ich auf den letzten 2,5 km nur das
schlimmste verhindern konnte und mit dem Feld als 12ter ins
Ziel kam.

Gegen 16:00 Uhr sollte das 15 km Einzelzeitfahren beginnen
und es zogen die ersten dunklen Wolken auf, die sich es dann
doch noch mal überlegten und erst später nach dem Rennen zu
einem kräftigen Sommerregen wurden.
Schon beim Warmfahren traute ich meinen Augen nicht, als der
Mitbewerb die Einteiler aus dem Schrank holten, die Zeitfahr-
helme polierten und Karbonscheiben auf die Zeitfahrräder
montierten. Das machte ganz schön Eindruck und ich kam mir
mit meinem alten Hobel im Frammersbach-Trikot schon recht
doof vor. Es kam noch besser, ich bekam die Startnummer 1
und musste als erster auf die Piste, alle weiteren Fahrer folgten
im Minutentakt. Drei Runden à 5 km an der Kotzgrenze auf
dem wie gesagt eckigen und antrittsreichen Kurs mit einem
Stundenmittel von 39,7 km/h war alles was heute ging. Das
war letztendlich Patz 11.
Der Italiener Vignati Pierangelo gewann das Rennen und kam
2,38 min vor mir mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h ins
Ziel. Ohne Worte!

Ergebnis: Platz 12
Gesamtwertung in meiner Altersklasse: Platz 5

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